Der Weg zur RiesterRente

1. Versorgungslücke berechnen
Als erstes sollte man seine persönliche Versorgungslücke berechnen. Dazu sollte man die Einnahmen über welche sie im Alter verfügen auflisten, wie z.B. Einnahmen aus Vermietung, Kapitaleinkünfte, mögliche Betriebsrenten und die gesetzliche Rente. Den Einnahmen stellte man dann die Ausgaben die sie im Alter haben gegenüber.

2. Angebote vergleichen
Als zweites sollte man dann die verschiedenen Angebote, die man sich eingeholt hat vergleichen. Man vergleicht am besten als erstes die Gesamtrendite. Garantier ist dieser Wert zwar nicht, er muss aber wirtschaftlich sinnvoll hergeleitet sein.
Sie können außerdem noch das prognostizierte Gesamtkapital vergleichen, das ist der Geldbetrag, der bei ihren Renteneintritt vermutlich zusammengekommen ist. Weniger leicht vergleichen lassen sich die garantierten Renten oder prognostizierten Renten, da Versicherer anders kalkulieren als Banken und Fondsgesellschaften. Jedes steigern die Rentenversicherer ihre Rentenzahlungen, während die Banken und Fondsgesellschaften einen konstanten Betrag zahlen.

3. Riester-Rentenprodukt wählen
SNun sollten sie sich für ein Riester – Produkt entscheiden. Nach dem Vergleichen der verschiedenen Produkte, wissen sie nun welches Produkt die meisten Rendite bringt. Neben der Rendite ist auch die Produktart für die Auswahl wichtig. Sie müssen sich entscheiden zwischen Banksparplänen, Fondssparplänen und Rentenversicherungen.
Vor allem ist das geförderte Sparen mit Fonds oder auch fondsgebundenen Rentenversicherungen etwas für Jüngere, die bereit sind, ein gewisses Risiko am Aktienmarkt einzugehen. Die besten Renditenchancen bieten sich hier.
Für Mittelalte und sicherheitsbewusst Jüngere sind Rentenversicherungen empfehlenswert. Für etwas Ältere sind Banksparpläne das richtige, aber auch für alle, die großen Wert auf Flexibilität legen.

4. Vertragsabschluss
Nun kommen sie zum Vertragsabschluss. In den Antragsformularen sind viele persönliche Daten gefragt. Sie müssen nun grundsätzlich die Entscheidung treffen, ob sie sich an der Förderung durch die Zulagen orientieren wollen oder an der Förderung durch die Steuererleichterung, den so genannten Sonderausgabenabzug. Sie müssen als Durchschnittsverdiener weniger Eigenbeitrag leisten als für die volle Steuererleichterung, um die vollen Zulagen zu erhalten.
Der Weg über die Steuererleichterung bringt dafür eine höhere Riester-Rente. Wenn sie jedes Jahr 4 Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen, erhalten sie die volle Zulage.
Für Sparer mit eher einem niedrigen Einkommen, besonders wenn sie Kinder haben, lohnt sich die Orientierung an den Zulagen. Für die Sparer mit höheren Einkommen mit einer entsprechend höheren Steuerbelastung ist die Orientierung an der Steuerersparnis sinnvoll. Sie können sich bis zum Ende eines Jahres Zeit lassen mit dem Vertragsabschluss. Diese Zeit können sie nutzen für Informationen und Vergleiche. Es reicht aus, wenn sie den gesamten Jahresbeitrag im Dezember einzahlen und den Vertragsbeginn auf Januar rückdatieren.

5. Zulagenantrag stellen
Am Anfang des Folgejahres erhält man von dem Anbieter den sogenannten Zulagenantrag. Diesen müssen sie ausgefüllt an das Unternehmen zurücksenden. Erst dann werden die Zulagen an den Anbieter ausgezahlt und somit dann ihrem Riesterkonto gutgeschrieben.
Sollten Sie ihren Anbieter dazu beauftragen, wird dieses Verfahren in den Folgejahren automatisch abgewickelt und die Zulagen ihrem Riesterkonto gutgeschrieben. Sie müssen also den Zulagenantrag nur einmal stellen.
Nur noch Änderungen persönlicher Daten müssen sie dann, wie die Adresse oder des Familienstands, mitteilen. Sie erhalten mit dem Zulagenantrag auch ein Formular für das Finanzamt. Mit dem Steuerformular Anlage AV und mit der Steuererklärung zusammen reichen sie das ein. Ob sie neben den Zulagen auch in den Genuss von Steuererleichterungen kommen prüft dann das Finanzamt.